Neues von Cassini.

15.12.2015

Neue IT für Marxloher Petershof

Cassini unterstützt mit neuer IT die Versorgung Nicht-Krankenversicherter

In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht. Das heißt, jeder Bürger, egal ob Angestellter, Selbstständiger, Student oder Rentner muss in die Krankenversicherung eintreten, um ihm mindestens eine Grundversorgung sichern zu können.

Dennoch gibt es in Deutschland viele Menschen, die nicht versichert sind! Neben einigen wenigen deutschen Staatsbürgern, beispielsweise insolventen Selbstständigen oder Obdachlosen, handelt es sich überwiegend um Flüchtlinge, die aus verschiedensten Gründen durch das Krankenversicherungsraster fallen.

Alleine in Duisburg sind dies 10.000 Menschen, davon 4.000 Kinder. In Folge dessen steuert die Stadt, laut Pater Oliver, dem Gründer und Leiter des Peterhofs in Duisburger Stadtteil Marxloh, damit auf eine humanitäre Katastrophe zu. Und das nicht in einem der vielen Kriegsgebiete dieser Welt, sondern mitten im Ruhrgebiet.

Pater Oliver hat dies im Jahr 2012 erkannt und den Petershof in Marxloh gegründet. Mit dem Projekt „Infirmarium“ versucht er den Betroffenen zu helfen. Jeden Donnerstag empfängt er, unterstützt von drei Ärzten und bis zu 15 Dolmetschern, Krankenschwestern und weiteren Helfern, bis zu 80 Patienten ohne Krankenversicherung, denen sonst nicht geholfen würde.

Das städtische Gesundheitsamt unterstützt zwei Mal im Monat mit Impfungen. Darüber hinaus hält sich die Unterstützung allerdings in Grenzen. Finanziert wird das Projekt hauptsächlich über Spenden. Ärztliches Equipment musste bei Ebay ersteigert werden.

Es handelt sich dabei um ein einmaliges Angebot in der Stadt und einen wertvollen Beitrag für das soziale Zusammenleben in Marxloh. Darüber hinaus ist der Petershof zentrale Anlaufstelle für alle Bürger der Stadt. Weit über 100 Menschen nutzen täglich unterschiedlichste Angebote im Petershof. Neben der ärztlichen Versorgung sind dies Jugendgruppen, Essensausgaben, Deutschkurse und Flüchtlingsunterkünfte. Dabei ist ein hervorragend funktionierendes Netzwerk für ehrenamtliches Engagement in Marxloh entstanden.

Dafür ist der Petershof überregional bekannt. Selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der SPD-Vorsitzende und Bundesminister für Wirtschaft Sigmar Gabriel haben sich schon persönlich vor Ort davon überzeugen können.

Unter anderem für die Koordination der ehrenamtlichen Helfer hat der Petershof einen gewissen IT-Bedarf. Jedoch kann von einer professionellen IT keine Rede sein. Der Großteil der Hardware besteht aus Spenden, das Netzwerk wurde provisorisch aufgebaut. In Folge dessen kommt es regelmäßig zu Ausfällen und Störungen. Jeder kleinere Ausfall unterbricht die wichtige soziale Arbeit des Petershofs. Anstatt sich um die Marxloher Bürger kümmern zu können, muss Pater Oliver hier selbst Hand anlegen.

Hier möchte Cassini helfen!

Im Rahmen des praxiserprobten IT-Quick Checks werden nun erste Gespräche mit Pater Oliver und seinem Team geführt, um herauszufinden, wie die Prozesse im Petershof bestmöglich durch eine betriebssichere und nachhaltige IT unterstützt werden können. Hierbei liegt die Herausforderung darin pragmatische Lösungen für handfeste Problemstellungen zu erarbeiten. Auch die Umsetzung wird durch erfahrene Cassini Berater geplant und durchgeführt. Damit die angestrebten Erfolge auch nachhaltig Bestand haben, wird neben der technischen Lösung auch eine Betriebsorganisation entwickelt. Mitarbeiter und lokale Dienstleister müssen eigenständig in der Lage sein, auftretende Störungen zu bearbeiten oder die IT-Leistungen weiterzuentwickeln. Hierzu wird neben der Suche geeigneter Dienstleister auch die Ausbildung der vor Ort tätigen Mitarbeiter notwendig sein.

Cassini möchte so die selbstlose Arbeit am Petershof unterstützen und einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation im Duisburger Norden leisten. Sämtliche Beratungskosten werden dabei im Rahmen eines Pro Bono-Projektes von Cassini übernommen.