Neues von Cassini.

05.03.2019

5. Zukunftskongress Bayern nahm digitale Heimat ins Visier

Der Freistaat ist Vorreiter auf dem Weg zur digitalen Heimat für Bürger und Wirtschaft

Unter dem Leitthema „Staat und Kommunen als digitale Heimat für Bürger und Wirtschaft“ fand am 7. Februar 2019 der 5. Zukunftskongress Bayern statt. Mehr als 350 Experten, IT-Schaffende und Entscheider aus öffentlicher Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nahmen an der ausverkauften Veranstaltung in München teil. Auch in diesem Jahr engagierte sich Kongresspartner Cassini im Podium, in Fachforen und auf der Kongressmesse.

Auftakt durch Schirmherrin Judith Gerlach
Den Zukunftskongress eröffnete die neue Bayerische Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach mit ihrer Keynote über Chancen und Herausforderungen für den Digitalstandort Bayern. Neben den bereits hohen Anstrengungen und Investitionen von 2,5 Mrd. Euro in die digitale Infrastruktur setzt Gerlach weiter auf den Ausbau von Glasfaser, 5G und dem Entgegenwirken des Fachkräftemangels. Vom Gelingen der digitalen Transformation macht sie die Grundlage für unseren Wohlstand und unser demokratisches Miteinander abhängig.

Podiumsdiskussion zum Thema Digitale Heimat
Das erste Podium zum Veranstaltungsmotto „Staat und Kommunen als digitale Heimat für Bürger und Wirtschaft“ leitete Roland Ledinger vom österreichischen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort mit einem Impulsvortrag ein. Anschließend diskutierte er mit Dr. Rainer Bauer, IT-Abteilungsleiter im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, Josef Niedermaier, Präsident des Bayerischen Innovationsringes, Florian Wüchner, msg systems ag, und Jan-Lars Bey, Partner bei Cassini. Es moderierte der fachliche Leiter des Kongresses Prof. Dr. Manfred Mayer.

Die nachfolgenden Fachforen luden zu einer Kombination aus Vorträgen renommierter Impulsgeber und direktem Fachaustausch ein. Sie waren auch Anregung für viele Gespräche am Rande der Veranstaltung.

Fachforum Smart City
Unter dem Titel „Smart City/Smart Region: Wie nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung für Städte und ländliche Räume?“ trugen fünf Referenten aus Verwaltung und Wirtschaft ihre Konzepte für smarte Lösungen zu Energie, Mobilität und Umwelt vor. Dr. Robert Fischer, Senior Consultant bei Cassini, präsentierte in diesem Rahmen erstmals das Cassini Smart City Canvas: Dieses Werkzeug hilft dabei, eine konkrete und individuelle Smart City-Strategie zu entwickeln. Die Smart City steht für eine Stadt der Zukunft, in der der die verschiedenen Domänen wie z.B. Mobilität, Energie, Government, funktional und intelligent zusammenwirken. Mit Teilkonzepten und isolierten Silo-Lösungen komme man hier ebenso wenig zum Ziel, wie mit einheitlichen Smart-City-Konzepten von der Stange, so Fischer. „Um tatsächlich zu einer integrierten Smart City zu gelangen, die ein digitales und urbanes Ökosystem darstellt, müssen eine Vielzahl von individuellen Faktoren berücksichtigt werden. Unser Smart City-Canvas hilft dabei.“ Wer es als gedrucktes Poster kostenlos haben möchte, wendet sich bitte per E-Mail an: robert.fischer(@)no-spam.cassini.de.

Fachforum Datenschutz/EU-DSGVO
Gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz des Freistaats Bayern Prof. Dr. Thomas Petri berichtete Christopher Büttner, Consultant bei Cassini, über die Erfahrungen im Zuge der europäischen Datenschutz-Grundverordnung die am 25. Mai 2018 nach zweijähriger Umsetzungsfrist in Kraft trat. Es moderierte Florian Lindemann, Leiter der Cyber Akademie. Professor Petri nahm zu Beginn eine juristische Einordnung der EU-DSGVO vor und gab sich verständnisvoll hinsichtlich der notwendigen Aufwände zur Umsetzung und der damit einhergehenden Verunsicherung in vielen öffentlichen Stellen. Daher habe er bisher auch nicht zu Sanktionen gegriffen, sondern lediglich Verwarnungen ausgesprochen. Im Anschluss gab Büttner einen Einblick in den Maschinenraum der Umsetzungsprojekte der EU-DSGVO. Er identifizierte und skizzierte unterschiedliche Faktoren, welche die Umsetzung maßgeblich beeinflussen, zum Beispiel heterogenen Reifegrade der Datenschutz-Management-Organisationen und die umfangreichen Informations- und Dokumentationspflichten. Auch die entsprechende Verankerung des Themas in der jeweiligen Organisationskultur sei entscheidend und präge das differenzierte Bild über die unterschiedlichen Organisationen hinweg. Insgesamt befand Büttner sowohl die öffentlichen Stellen als auch die nicht-öffentlichen Stellen auf einem guten Weg, auch wenn unterschiedliche Aufgaben, z.B. der Kulturwandel und die effektive Verzahnung von Datenschutz-Management-Organisationen noch bewältigt und in zukünftige Entwicklungen integriert werden müssen. „Datenschutz ist nicht länger ein limitierender Faktor der öffentlichen und nicht öffentlichen Stellen in der Digitalisierung. Vielmehr ist er als harter Standortfaktor bzw. Wettbewerbsvorteil im Sinne von Akzeptanz, Effizienz und Risikovermeidung anzusehen und sollte dementsprechend gelebt werden.“ Mit diesem Postulat leitete er in eine angeregte Diskussion mit dem Publikum über, bei der es u.a. um die Themen Sensibilisierung, die Vorbildfunktion von öffentlichen Stellen und die Rolle der Aufsichtsbehörden ging. 

Auch in diesem Jahr bot München eine winterliche Schneekulisse. Auf der Kongressmesse war Cassini Treffpunkt für interessante Gespräche, frisch zubereitete Smoothies sorgten zudem für weiteren Energieschub. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und Teilnehmern für eine gelungene Veranstaltung.