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Vom Offizier zum Berater.

Laurence Greeb ist seit zwei Jahren Berater bei Cassini. Seit Kurzem hat er ein Team übernommen und ist nun Consulting Lead. Vor seiner Karriere bei Cassini war er jahrelang Marineoffizier. Welche Erfahrungen er aus seiner Offizierslaufbahn für seine Rolle nutzt, erzählt er im Interview.

Laurence, du bist seit Kurzem Consulting Lead. Wie sieht deine Rolle genau aus?
Aktuell führe ich als personalverantwortlicher Consulting Lead vier Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter. Konkret entwickle ich gemeinsam und im Austausch mit den Mitarbeiter*innen eine Vision, wie sie sich bei Cassini (weiter-) entwickeln wollen und begleite sie auf diesem Weg. Natürlich abgestimmt auf den jeweiligen bereits vorhandenen Erfahrungsschatz. Hierzu gehört neben einer erfolgreichen und wirtschaftlichen Projektplanung genauso die persönliche und fachliche Aus- und Weiterbildung durch das Angebot unserer Cassini Akademie, externer Trainings und nicht zuletzt regelmäßiger persönlicher Gespräche.
Daneben gehören die eher offensichtlichen Managementaufgaben wie die Prüfung und Freigabe von Reisekostenabrechnungen und Urlaubsanträgen zu meinen Aufgaben.

Unterm Strich bin ich als Consulting Lead der erste Ansprechpartner für meine Mitarbeiter*innen und dafür verantwortlich, dass sie bei Cassini ihre berufliche Heimat finden.
Gleichzeitig bin ich auch Teil eines Leadership Teams. Als Team verantworten wir gemeinsam den wirtschaftlichen Erfolg sowie das personelle Wachstum von Cassini.
Das heißt konkret, dass wir Themen treiben, neue Klienten von unseren Leistungen überzeugen, maßgeblich den Bewerbungs- und Auswahlprozess für neue Mitarbeiter*innen begleiten und nicht zuletzt selbst in Projekten aktiv sind.

Welches Verständnis hast du von Leadership? Welche Bedeutung hat dies für dich?
Die bindende Klammer in meinem Lebenslauf bilden die Themen Verantwortung und Leadership. Als ehemaliger Marineoffizier begleitet mich das Thema Führung und Führungskultur in allen Facetten seit Beginn meines Berufslebens. Daher hat es für mich eine wesentliche Bedeutung und ist meines Erachtens essenziell für den Erfolg eines Unternehmens. Mein Verständnis von Leadership basiert dabei auf drei Kernelementen, die ich versuche zu leben: Vertrauen, Authentizität und Entscheidungsfreude. Die Liste ist wohl beliebig durch Begriffe wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein, Optimismus erweiterbar. Doch ich möchte es auf einen Kern bringen, denn Beliebigkeit, Worthülsen und die reine Imitation von anderen „Leadern“ bewirkt meines Erachtens genau das Gegenteil. Hier muss jede*r ihren/seinen eigenen Weg und eigenen Stil finden. Dabei hilft die gelebte Führungskultur im eigenen Unternehmen, um sich immer wieder selbst kritisch zu hinterfragen und herauszufordern.

Die drei oben genannten Begriffe bilden meine persönlichen Eckpfeiler. Die Grundlage einer guten Beziehung bildet hierbei das gegenseitige Vertrauen. Das zu entwickeln kostet Aufwand, unterschiedliche Situationen und insbesondere Zeit. Authentizität ist dabei ein wesentlicher Faktor. Ich möchte als Vorgesetzter im besten Wortsinn berechenbar sein. Das gelingt nur, wenn ich mir selbst treu bleibe, eine Idee habe, was richtig und falsch ist und nachvollziehbare Entscheidungen treffe, zu denen ich stehe. Es hilft meines Erachtens ungemein, zu wissen, was man nicht weiß und dies zuzugeben. Und obwohl ich Sachverhalte manchmal nicht zu 100 % weiß, gilt es, Entscheidungen zu treffen. Voran zu gehen, im Wissen, dass die getroffene Entscheidung auch mal falsch sein kann. Das fördert die Eigenständigkeit und fordert jede*n heraus, einen Schritt aus seiner/ihrer Komfortzone zu machen.

Du sagtest, du warst früher Offizier. Hast du dort Erfahrungen gesammelt, die dir in deiner jetzigen Rolle helfen?
Ja, auf jeden Fall. Von der Erfahrung als Geführter durch eine Vielzahl von Vorgesetzten über die fachliche Ausbildung zum Marineoffzier bis hin zu unterschiedlichen Rollen, in denen ich selbst als Führungskraft verantwortlich für Menschen und Material war. Insbesondere die Einsätze, in denen ich als Vorgesetzter tätig war, haben mich geprägt und mir sehr deutlich gezeigt, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, schnelle Entscheidungen treffen zu müssen und auch mal an seine persönlichen körperlichen wie geistigen Grenzen zu stoßen. Konkrete Erfahrungen zu benennen, fallen mir sehr schwer, weil es so eine Vielzahl an kleinen wie großen Ereignissen gab, die mich als Vorgesetzter gefordert und damit gefördert haben. Ein profanes, aber vielleicht für viele greifbares Beispiel, dass mir einfällt (denn es müssen nicht immer die großen Dinge sein) war Weihnachten im Einsatz auf See. Warum mir das so in Erinnerung geblieben ist, weil ich selbst mit der Situation nur schwer klarkam und nicht wirklich eine Hilfe und Unterstützung für meine Kamerad*innen war. Ich war in dieser Situation nicht ich selbst, habe nicht authentisch gehandelt und war nicht für andere da. Hieraus habe ich gelernt. Aus dieser und anderen Erfahrungen speisen sich meine drei genannten Eckpfeiler. Gelebte Kameradschaft im Einsatz und an Bord eines Schiffes basiert maßgeblich auf dem gegenseitigen Vertrauen. Auch in Extremsituationen ruhig, nahbar und authentisch zu bleiben und der persönlichen Überzeugung, dass am Ende Entscheidungen getroffen werden müssen. Denn nichts ist schlimmer als eine undefinierte Situation.  

Und wie sieht es bezogen auf deine Beratertätigkeit aus?
Leben in der Lage! DER Spruch in der Bundeswehr. Ich bin es durch meine Zeit in der Marine gewöhnt, schnell auf Änderungen reagieren zu müssen. Komplexe Planungen zu erstellen (Einsätze etc.), trotzdem so flexibel zu bleiben, die Planungen iterativ anpassen zu müssen und nicht zuletzt an einem Tag in unterschiedlichen Kontexten unterwegs zu sein (auf Brücke das Schiff fahren, Personalgespräche führen und einen Hafenaufenthalt planen). Das alles hilft mir jeden Tag bei meiner Arbeit als Berater. Wir bewegen uns immer in unterschiedlichen Kontexten, müssen auf Lageänderungen schnell, flexibel und professionell reagieren können und das übergeordnete Ziel nicht aus den Augen verlieren. Das macht diesen Beruf aus und daher macht er mir auch so viel Spaß! Es wird nie langweilig.

Interview mit
Laurence Greeb, Senior Consultant, Cassini Consulting
Laurence Greeb
Senior Consultant
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