Training und Einbindung
Nachhaltigkeitsmanagement

Training und Einbindung

Der Erfolg eines jeden Veränderungsvorhabens hängt von den Menschen ab, die für den Wandel einstehen. Unser vielfach erprobtes Schulungs- und Trainingskonzept können wir auch auf Ihre Organisation zuschneiden.

Vielfach zeigt sich, dass es hier um mehr geht als bloße Wissensvermittlung. Während es der überwiegenden Mehrheit der Arbeitnehmer:innen wichtig ist, dass sich ihr Arbeitgeber für das Thema Nachhaltigkeit engagiert, brechen die Zustimmungswerte deutlich ein, wenn es darum geht, hierzu auch einen eigenen Beitrag (z.B. Verzicht auf Gehaltsbestandteile) zu leisten. [1] Wie kann es also gelingen, die Hürde vom Wissen zum Handeln zu überwinden und Nachhaltigkeit zum Bestandteil des gelebten Unternehmensalltags werden zu lassen?

Unserer Meinung nach geht es zunächst darum, das Vorhaben „Nachhaltigkeitstransformation“ zu einem übergreifenden Changeprojekt werden zu lassen und es als solches auch ernst zu nehmen: Zahlreiche Studien belegen, dass die meisten Changeprojekte aufgrund mangelnder Einbindung der Beschäftigten am Ende scheitern. 

Wie können Mitarbeitende für die unternehmerische Nachhaltigkeitstransformation mitgenommen und überzeugt werden? 

Inzwischen dürfte eines bekannt sein: Widerstand bei Veränderungen ist normal. Halten Ihre Mitarbeitenden mit ihren gegenläufigen Ansichten nicht hinter dem Berg, ist das sogar positiv zu werten: Offensichtlich hat man in Ihrer Organisation das Gefühl auch unpopuläre Meinungen äußern zu dürfen, ohne negative Konsequenzen erwarten zu müssen. Damit der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit aber gelingt kann, müssen die Mitarbeitenden auf die Reise mitgenommen werden. Dabei sollten die folgenden Hürden während einer unternehmerischen Transformation nicht außer Acht gelassen werden. 

1. Definieren Sie attraktive Ziele der Veränderung.

Eine Veränderung bedeutet zunächst einmal Mehraufwand neben dem eigentlichen Tagesgeschäft. Daher muss das Ziel der Veränderung klar definiert werden und den Mitarbeitenden in einer überzeugenden Vision von der Unternehmensleitung vorgestellt werden. Hierbei ist es unabdingbar, dass die oberste Führungsebene geschlossen hinter dem Wandel steht und seine Notwendigkeit nicht nur authentisch vermitteln kann, sondern auch selbst mit gutem Beispiel vorangeht.  

Wichtig ebenfalls ist es, dass alle Mitarbeitenden die Frage nach ihrem persönlichen Nutzen, das „What’s in it for me?“, klar für sich beantworten können. Während der eine vielleicht eine Karrierechance für sich sieht, zählt für den anderen eine potenziell gestiegene Arbeitsplatzsicherheit – wieder anderen reicht es, dass das Unternehmen mehr Augenmerk auf das richten will, was ihnen auch im Privaten wichtig ist. Kurzum: Die breite Klaviatur möglicher Motive, muss möglichst umfassend bespielt werden, um das individuelle „Sensemaking“ zu unterstützen.

Tipp: Eine prägnante Ausarbeitung der Inhalte reicht hier nicht aus – um Menschen nachhaltig zu involvieren, muss auch die emotionale Ebene angesprochen werden. Setzen Sie daher auf überzeugendes Storytelling und Elemente zur – gerne auch spielerischen – Einbindung der Mitarbeitenden. Wir beraten Sie gern zu den für Ihr Unternehmen geeigneten Möglichkeiten. 

2. Befähigen Sie Ihre Mitarbeitenden. 

In diesem Schritt gilt es, den Mitarbeitenden das notwendige Handwerkszeug zur Umsetzung der Nachhaltigkeitstransformation in ihrem Arbeitsbereich an die Hand zu geben. 

Werden Sie sich vor der Konzeption eines Nachhaltigkeitstrainings darüber klar, mit welchen Widerstände Sie konfrontiert werden. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass für die Mitarbeitenden ausreichend Kanäle bereitstehen, ihren Unmut zu bestimmten Aspekten des Wandels frei zu äußern – diese Rückmeldungen sind für den Erfolg der Transformation von unschätzbarem Wert. Typischerweise lassen sich die Arten von Widerständen vier Kategorien zuordnen:

  • Nicht-Wollen – „Ich sehe den Sinn (für mich nicht), ich mache da nicht mit.“
  • Nicht-Wissen – „Ich verstehe nicht, was das soll, erklär‘ es mir?“
  • Nicht-Können – „Sag mir, wie es geht und stell mir die nötigen Arbeitsmittel hierzu zur Verfügung – dann bin ich dabei.“
  • Nicht-Dürfen – „Wenn ich hier mitmache, bin ich bei meiner Führungskraft/ meinem Team etc. unten durch.“

Hiermit wird klar: Ein Training dient nicht nur der Vermittlung von Fähigkeiten, sondern auch der Reduzierung von Skepsis und Angst. Gleichzeitig muss bei der Planung und Konzeption der Trainings auf die Teilnehmenden eingegangen werden. Vor allem Hierarchie und Hintergründe der Personen sind hierbei wichtig, damit die Inhalte passgenau abgestimmt werden können. 

Tipp: Die Relevanz der mittleren Führungsebene für das Gelingen von Veränderungsprojekten ist immens [2]: Achten Sie daher unbedingt darauf, das mittlere Management im Rahmen der geplanten Kommunikationsmaßnahmen gezielt zu adressieren und sich auch auf individueller Ebene hierzu auszutauschen. Eine begleitende Kommunikation, die die mittlere Führungsebene im Gespräch mit ihren Mitarbeitenden unterstützt, kann ebenfalls einen großen Nutzen entfalten. 

3. Starten Sie durch und feiern Sie Erfolge. 

Jetzt geht es an die Umsetzung. Um hier die Mitarbeitenden bestmöglich mitzunehmen, reichen ein Ideenmanagement und ein Funktionspostfach nicht aus. Sprechen Sie die Mitarbeitenden regelmäßig zu konkreten Fragestellungen an, die für ihren Arbeitsbereich relevant sind. Ob „CO2-Emissionen vermeiden in der Produktion“ oder „Mit Nachhaltigkeit erfolgreich im Vertrieb“ – Ihnen fallen bestimmt viele weitere mögliche Themenfelder ein. 

Tipp: Statt harte Ziele vorzugeben, fragen Sie zunächst, was die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsbereich in puncto Nachhaltigkeit am meisten stört. Erfahrungsgemäß ist hier bereits mit sehr viel Resonanz zu rechnen. Setzen Sie hier an, werden Sie vom „Bittsteller“ zum „Möglichmacher“ – und Sie können sich einer höheren Umsetzungsmotivation sicher sein. 

Natürlich darf es auch nicht fehlen, dass Erfolge gebührend gefeiert werden. Erfolgreiche Unternehmen würdigen das Nachhaltigkeitsengagement einzelner Mitarbeitenden, z.B. auf Firmenevents, oder sehen hierfür in den Jahresgesprächen besondere Bonuskomponenten vor. Beschäftigte, die sich auf Basis ihres freiwilligen Engagements dem firmeninternen Nachhaltigkeitsteam angeschlossen haben, erhalten bestimmte Vorteile wie z.B. extra Urlaubstage oder es wird für die gemeinsamen Aktivitäten des Teams ein extra Budget zur Verfügung gestellt.

[1] Bertelsmann Stiftung (2021): Beschäftigtenbefragung 2021
[2] Forsa (2018): Führungsbarometer

Ihre Ansprechpersonen für Nachhaltigkeitsmanagement

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Britta Seidl-Bowe, Cassini Consulting

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