Beschaffungskonferenz (Bildquelle: Wegweiser | Simone M. Neumann)
Leitveranstaltung für die öffentliche Vergabe

22. Beschaffungskonferenz

Die Komplexität bei der Vergabe von Aufträgen für Bau-, Liefer- und Dienstleistungen vor dem Hintergrund immer neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie das sich rasant entwickelnde Zukunftspotential der Digitalisierung stellen der öffentlichen Beschaffung immer neue Aufgaben. Hinzu kommt nun vor dem Hintergrund intensiverer gesellschaftlicher Debatten über die Nachhaltigkeit unserer Lebensweise dem Einkäufer Staat eine immer größere Vorbildfunktion zu. Hier setzt die Beschaffungskonferenz seit über 20 Jahren an und vernetzt als zentrale Weiterbildungsveranstaltung über 400 Teilnehmer*innen aus Bund, Ländern, Kommunen sowie Wissenschaft, Rechtspflege, Beratung und Wirtschaft. Cassini wirkt auch in diesem Jahr wieder im Präsenzformat mit.
(Bildquelle: Wegweiser | Simone M. Neumann)

Kongresscenter im Hotel de Rome
Behrenstr. 37
10117 Berlin

15. - 16. November 2021

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Unsere Beratungsleistungen zur öffentlichen Vergabe

Vergabe in der öffentlichen Verwaltung braucht eine Beratung, die den Weg mit Ihnen konsequent geht. Cassini unterstützt Sie beim gesamten Zyklus des Verfahrens: 360°. Partnerschaftlich bis zur Umsetzung. Von der strategischen Vorbetrachtung über die Erstellung von Anforderungskatalogen und Vergabeunterlagen bis zur Begleitung des Beschaffungsvorhabens: In jeder Phase agieren unsere Kolleginnen und Kollegen mit der notwendigen Fachexpertise Hand in Hand mit unseren Experten zur Realisierung Ihrer Vergabepläne. Wir bieten Ihnen langjährige Erfahrung, einen gesunden Pragmatismus, Anbieterneutralität und ein Höchstmaß an Qualität. Dabei folgen wir einer Mission: Als Berater und Bürger sichern wir die passgenaue, zielorientierte Bedarfsdeckung zur nachhaltigen, unabhängigen Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung.

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Wir bringen unsere Expertise ein.

Wir von Cassini werden uns an den Gesprächen beteiligen und sind mit folgenden Programmpunkten dabei:

BEST-PRACTICE-DIALOG I.B.2
Die Zusammenarbeit des Lieferantenmanagements mit der Vergabeabteilung
15. November, 15:30 Uhr - 16:30 Uhr

Die Dienstleister-Landschaft der öffentlichen Verwaltung, vor allem im IT-Sektor, wird immer größer. Jedoch existiert in kaum einer öffentlichen Institution eine zentrale Instanz, welche nach dem Ausschreibungsprozess als zentrale Steuerungs- und Unterstützungsfunktion für Bedarfsträger fungiert. Ein Lieferantenmanagement kann hier Abhilfe schaffen. Per Definition hat es u.a. die Auswahl, Integration, Bewertung, und die Entwicklung von Lieferanten zur Aufgabe. Die Lieferantenauswahl obliegt jedoch federführend der Beschaffungs-/ Vergabeabteilung. Welche Zusammenhänge hier mit dem Lieferantenmanagement bestehen und wo auch Grenzen sind, wird Cassini-Berater Christopher Busche mit seinen Gästen erörtern: Dr. Moritz Koch und Gabriela Siegmund (beide IT.NRW), Heidi Hartmann (BeschA), Erblin Kurteshi (AA), Katrin Nasner (ITDZ Berlin).
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FACHFORUM I.I.3
Digitale Souveränität in D und EU: Was bedeutet das strategisch und praktisch für die ITK-Beschaffung?
15. November, 16:30 Uhr - 17.30 Uhr

Das Thema Digitale Souveränität hat in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewonnen. Für ihre Stärkung in der Öffentlichen Verwaltung hat der IT-Planungsrat zentrale Ziele, Lösungsansätze und konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die Verwaltung beschlossen. Ein wichtiger Baustein zur Stärkung Digitaler Souveränität ist die Beschaffung alternativer IT-Anwendungen für die Verwaltung wie z.B. der Einsatz von auf IT-Lösungen, die auf Open Source Software (OSS) basieren, oder die Anwendung offener Standards und kompatibler Datenaustauschformate.
Doch welche Rolle spielt das Thema Beschaffung für die Stärkung der Digitalen Souveränität der öffentlichen Verwaltung? Welche Schritte und Maßnahmen sollten unternommen werden? Wie gelingt es, Interoperabilität von IT-Anwendungen im Rahmen von Beschaffungen zu fördern? Diesen und weiteren Fragen geht Cassini-Partner Jan-Lars Bey im Gespräch mit Wolfgang Cremer (ITDZ Bund), Berhard Hecker (SUSE), Felix Zimmermann (BMI) und Stefan Hassel (Dataport) nach.
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FACHFORUM II.II.2
Anforderung „Management“ und Eingruppierung „Sachbearbeitung“: Das Berufsbild des „Beschaffers“ im Wandel?
16. November, 14:15 Uhr - 15:15 Uhr

Die Digitalisierung fordert neue Kompetenzen im Einkauf und in der Logistik. Die Verwaltungen brauchen Allround-Talente mit fundierter IT-Expertise und guten Kenntnissen, die weit über Office-Anwendungen, gute Marktkenntnisse und kaufmännisches Geschick hinausgehen. Besondere Ansprüche sind die Interdisziplinarität und Vernetzung der Prozesse.
Prof. Dr. Harald Bartel diskutiert mit Prof. Dr. Christian von Deimling (Universität der Bundeswehr) und Cassini-Berater Oliver Hölzer, was von Einkäufern und Logistikern der Zukunft erwartet wird und wie sich die Organisation und die Abläufe in der Verwaltung wechselseitig anpassen müssen. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie die Kenntnisse und Kompetenzen im Studium oder in berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungen vermittelt, erlernt und trainiert werden können.
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Wir freuen uns, Sie dort zu sehen!

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Wir haben unsere Public-Berater zur öffentlichen Vergabe befragt. Lesen Sie ihre Antworten.

„Die Digitalisierung unseres Landes beginnt mit einer Beschaffung.“

Vincent Hanke, Consultant

„Die Digitalisierung unseres Landes beginnt mit einer Beschaffung.“

Drei Fragen an Vincent Hanke.

Welchen Stellenwert hat Innovation in der Welt der Beschaffung?
Oftmals wird Innovation im Kontext der Beschaffung lediglich auf das zu beschaffende Produkt oder die Dienstleistung bezogen, dabei ist der Beschaffungsprozess wesentlich für die Güte der Leistungserbringung. Ich bin der Überzeugung, dass die innovative Gestaltung des Prozesses innovative und zukunftsweisende Produkte in die Verwaltung trägt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür wurden bereits geschaffen, diese werden jedoch nur zögerlich adaptiert. Diesen Status quo möchte ich aufbrechen.

Fokussiert sich die innovative Beschaffung auf technische Leistungen?
Die Innovationszyklen werden gesamtgesellschaftlich betrachtet kürzer. Die Tech-Branche nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Unsere technische Expertise befähigt uns, Trends, Methoden und technologische Entwicklungen zu verstehen und der Übertragbarkeit ganzheitlich zu bewerten. Zudem ist die Digitalisierung der Verwaltung bis heute eine wesentlicher Vektor für Innovation und das Neudenken etablierter Prozesse.

Was sollte sich ändern um die Beschaffung innovativer werden zu lassen?
Das Fundament des Beschaffungswesens und der regulatorische Rahmen sind gesteckt und das Feld scheint bereitet. Nun sollte die Verwaltung das Heft des Handelns ergreifen und sich diese neuen Lösungsräume mutig erschließen. Den die innovative Vergabe stellt die Weichen für das Verwaltungshandeln von morgen.

Vincent Hanke, Consultant
Vincent Hanke, Consultant

„Die klassische Vergabeabteilung muss sich einem Wandel unterziehen, um in Zukunft neuen Herausforderungen zu trotzen.“ 

Christopher Busche, Senior Consultant

„Die klassische Vergabeabteilung muss sich einem Wandel unterziehen, um in Zukunft neuen Herausforderungen zu trotzen.“ 

Drei Fragen an Christopher Busche.

Was begeistert dich an der Vergabeberatung?
Die Vergabe ist meines Erachtens. ein sehr wichtiger, meist leider auch deutlich unterschätzter Hebel, um Bedarfe der öffentlichen Verwaltung zielorientiert zu decken. Von vielen als Mittel zum Zweck betrachtet, bietet die Vergabe jedoch spannende und sogar auch innovative Methoden, um den digitalen Wandel der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Ich finde es spannend den passgenauen Methodenkoffer „auszupacken“, welcher eine zielorientierte Bedarfsdeckung ermöglicht.   

Warum ist die Vergabe ein wichtiger Hebel für den digitalen Wandel?
Aufgrund des demografischen Wandels werden personelle Ressourcen in Zukunft knapper. Darüber hinaus werden Innovationszyklen kürzer und die Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung größer. Dadurch werden wichtige Bedarfe in Zukunft immer mehr über den Beschaffungsmarkt gedeckt, wodurch die Anzahl der Lieferanten und Dienstleister steigen wird. Die Vergabe hierbei als Mittel zum Zweck zu sehen wird langfristig nicht zum Erfolg führen.  

Wie sollten sich Beschaffungsorganisationen in Zukunft aufstellen?
Die Vergabeabteilung sollte nicht als „operativer Umsetzer“, sondern als strategischer Partner auf Augenhöhe gesehen werden. Optimalerweise bildet die Vergabeabteilung gemeinsam mit einem Vertrags- und Lieferantenmanagement ein strategisches „Sourcing und Partnermanagement“, welches als Schnittstelle zwischen Bedarfsträgern, Beschaffungsmarkt sowie Lieferanten und Dienstleistern fungiert. 

Christopher Busche, Senior Consultant
Christopher Busche, Senior Consultant

„Die Beschaffung ist das verkannte strategische Instrument der öffentlichen Verwaltung.“

Oliver Hölzer, Management Consultant

„Die Beschaffung ist das verkannte strategische Instrument der öffentlichen Verwaltung.“

Drei Fragen an Oliver Hölzer.

Warum muss sich Beschaffung neu erfinden?
Aktuelle Herausforderungen und der postulierte politische Digitalisierungswunsch wirken auf die öffentliche Verwaltung ein und drängen auf Wandel. Zur Operationalisierung wird Know-How und Dienstleistung eingekauft. Der Beschaffungsbedarf wird in der öffentlichen Verwaltung dauerhaft weiter ansteigen. Die hiermit verbundenen Aufgaben werden komplexer und die daraus resultierende Arbeitslast wird ebenfalls weiter steigen.

Wie strategisch ist Beschaffung?
Nur durch eine hohe Güte der Bedarfsdeckung kann die öffentliche Verwaltung handlungsfähig bleiben. Nicht nur sind Ausschreibungen in der Regel auf eine mehrjährige Leistungsphase ausgerichtet, sondern auch innerhalb ebenjener Leistungsphase werden weitere Entscheidungen getroffen. Beschaffungen sind richtungsweisend. Die Beschaffung operationalisiert faktisch Strategien durch den Einkauf von Projekten und Lösungen.

Wie sieht die Beschaffung der Zukunft aus?
Die Beschaffungsorganisation der Zukunft wandelt sich vom passiven Serviceanbieter zum echten Inhouseberater der an Strategien mitwirkt und deren Operationalisierung begleitet. Nur so können existierende Chancen und Herausforderungen, adäquat bedient werden. 

Oliver Hölzer, Management Consultant
Oliver Hölzer, Management Consultant

„Durch eine zielgerichtete und strukturierte Herangehensweise kann der Beschaffungsprozess optimiert und signifikante Mehrwerte geschaffen werden.“ 

Ulf Ries, Senior Consultant

„Durch eine zielgerichtete und strukturierte Herangehensweise kann der Beschaffungsprozess optimiert und signifikante Mehrwerte geschaffen werden.“ 

Drei Fragen an Ulf Ries.

Was macht eine zielgerichtete und strukturierte Beschaffung aus?
Eine Vergabe ist so zu gestalten, dass einer möglichst großen Anzahl von potenziellen Bietern die Möglichkeit eröffnet wird, sich für den zu vergebenden Auftrag zu bewerben. Hierdurch wird ein großer Wettbewerb erzeugt, der großes Innovationspotenzial birgt und dem Auftraggeber, auf Basis transparenter Kriterien, den besten Bieter liefert. 

Welchen Einfluss hat die Wahl der Verfahrensart auf die Beschaffung?
Die Entscheidung für eine Verfahrensart orientiert sich am Beschaffungsgegenstand und Detaillierungsgrad der Anforderungen. Je nach Inhalt der Beschaffung und der beteiligten Stakeholder sind Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahrensart gegenüberzustellen, um das optimale Vorgehen zu identifizieren. So kann beispielsweise durch die Wahl einer zunächst aufwändigeren Vergabeart eine innovative Lösung entwickelt oder beschafft werden. 

Warum muss technologisches Know-how in den Beschaffungsprozess einfließen?
Bei der Erstellung von detaillierten technologischen Vergabeunterlagen ist ein tiefgreifendes Verständnis sowie Überblick zu aktuellen technologischen Entwicklungen essentiell. Relevante Bieter werden so zielführender angesprochen und zu einem hochwertigeren Angebot motiviert. 

Ulf Ries, Senior Consultant
Ulf Ries, Senior Consultant
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Sie haben Fragen zur Öffentlichen Vergabe? Sprechen Sie uns an!

Oliver Hölzer, Cassini Consulting

Oliver Hölzer

Management Consultant

oliver.hoelzer@cassini.de
+49 151 - 11 44 38 38
Christopher Busche, Consultant, Cassini Consulting

Christopher Busche

Senior Consultant

christopher.busche@cassini.de
+49 151 11446958
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Das war die Beschaffungskonferenz 2019

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