
Kaum eine Branche bleibt von den jüngsten Entwicklungen von künstlicher Intelligenz und ihren Potenzialen unbeeinflusst. In unserem internen Think Tank haben wir uns intensiv mit Anwendungsfällen auseinandergesetzt, die uns in der Beratungspraxis begegnen, und entsprechende Use Cases auf ihre Einsatztauglichkeit, Qualität und Benutzbarkeit hin überprüft. Entstanden ist ein Instrumentarium für Beratende und Kunden.
Künstliche Intelligenz (KI) ist spätestens seit dem Aufsehen, welches das Unternehmen OpenAI Ende 2022 mit der Einführung des Chatbots ChatGPT erregt hat, in aller Munde. Obwohl KI bereits seit der Dartmouth Conference 1956 als eigenständiges Forschungsgebiet der Informatik anerkannt ist, hat das letzte Jahrzehnt einen beispiellosen Anstieg der praktischen Anwendungsfelder erlebt. Einige sprechen sogar von der fünften industriellen Revolution (vgl. Cassini-Artikelreihe Hype um KI).
Die Anwendungsmöglichkeiten von KI, und insbesondere der Hype um ChatGPT, weckte natürlich auch unser Interesse als Beratende. Im Frühjahr 2023 wollten wir herausfinden, wie wir unsere Arbeit für unsere Kunden effizienter gestalten können, ohne Vertraulichkeit und Datenschutz zu gefährden. Zudem sahen wir in KI-gestützten Lösungen ein enormes Potenzial für unsere Kunden, welches wir näher erkunden wollten.
Unser erster Schritt bestand darin, uns mit den Grundlagen vertraut zu machen. Glücklicherweise hatten wir neben viel Motivation und technischem Verständnis mit Anne-Kathrin Bugert sogar eine studierte Computerlinguistin im Team. Als erstes verschafften wir uns einen umfassenden Überblick über das Thema KI und insbesondere Large Language Models (LLMs) und erstellten eine umfangreiche Mindmap zu den zahlreichen KI-Tools, die zu dieser Zeit entwickelt wurden. Während unseres ersten Offsites in Stuttgart schärften wir nicht nur unsere Zielsetzung, sondern setzten uns auch intensiv mit potenziellen Anwendungsgebieten auseinander. Unsere Diskussionen führten zu einer Fokussierung auf ChatGPT, wobei wir 30 spezifische Anwendungsfälle identifizierten und diese in acht thematische Cluster einordneten.
Eine zentrale weitere Erkenntnis des ersten Offsites war, dass sich unser Fokus von dem ursprünglichen Thema „Smarte Nutzung von AI/ GPTs in Ausschreibungen“ verallgemeinert hatte, hin zu der generellen Betrachtung von Anwendungsfällen, die in einem Beratungsalltag zu finden sind. Ursächlich hierfür waren vor allem drei Faktoren:

Einen Monat später trafen wir uns im südhessischen Beerfelden in einem charmanten Bauernhaus für unser zweites Offsite. Für die Tage hatten wir uns das Ziel gesetzt, die identifizierten Use Cases in den Dimensionen der Einsatztauglichkeit, der Qualität und der Benutzbarkeit zu verproben. Dabei reichten die Use Cases von der einfachen Generierung einer E-Mail bis hin zu aufwendigeren und komplexeren Programmierungen in Python. Die Priorisierung war durch unser erstes Offsite bereits vorgegeben. Für die Bearbeitung haben wir uns jeweils in wechselnden Zweierteams aufgeteilt, um einen möglichst großen Informationsaustausch wie auch Diversitätsfaktor zu erreichen.
Das zweite Offsite schlossen wir mit den folgenden Kernergebnissen unseres GreenLabs ab:
Insgesamt sind wir mit den Erfahrungen unseres GreenLabs sehr zufrieden. Wir konnten die Freiheiten, die uns Cassini gestellt hat, nutzen, um in einem dynamischen Umfeld verschiedenartigste Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln. Aktuell sitzen wir in einer Hotellobby in Berlin und finalisieren diesen Artikel. Morgen, Sie ahnen es schon, sind wir für einen ChatGPT-Workshop bei einem Kunden.