Nachhaltigkeit in Unternehmen
#SustainAhead

Wegweiser Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit in Unternehmen.

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit: Von Greta Thunberg, über Fridays for Future, hin zu einem Ratgeber für einen nachhaltigen Lebensstil – Nachhaltigkeit ist allgegenwärtig.
Dabei ist oft gar nicht klar, was sich hinter dem Begriff eigentlich verbirgt. Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Geht es darum, Plastikmüll zu vermeiden? Oder Solaranlagen zu bauen? Oder nur noch Bio-Gemüse zu kaufen? Jeder interpretiert diesen Begriff für sich anders, denn eine allgemein gültige Definition gibt es nicht. Und das ist vollkommen in Ordnung, denn jeder kleine Schritt in Richtung einer Gesellschaft, die verantwortungsbewusst handelt, zählt.
Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit muss jeder Mensch individuell, aber auch Unternehmen in allen Branchen die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit - das Nachhaltigkeitsdreieck - Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen berücksichtigen. Diese drei Säulen bilden die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung, die sich durch ihre hohe Dynamik und reichlich Spielraum für innovatives Handeln auszeichnet.

Umdenken in der Gesellschaft

Warum ein Umdenken hin zu einer nachhaltigen Organisation auf allen Unternehmensebenen wichtig ist, zeigen aktuelle Studien. Durch die Corona-Krise hat sich das Konsumverhalten in Deutschland und über die Grenzen hinaus spürbar verändert. Wurde vor der Krise vermehrt in herkömmlichen Supermärkten eingekauft, liegen nun Bio-Supermärkte oder Wochenmärkte im Trend. Kleidung aus Bio-Baumwolle oder aus recycelten Fasern werden vermehrt nachgefragt und auch das soziale Engagement wächst stetig. Was früher oft mit Ökos und Hippies assoziiert wurde, ist heute Mainstream und trendy. 
Konsumentinnen und Konsumenten legen immer mehr Wert auf nachhaltige Produkte und Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg. Dieses gesellschaftliche Umdenken und Handeln wirkt sich demnach direkt auf Unternehmen aus. Sie sehen sich zunehmend in der Pflicht, Nachhaltigkeit fest in ihrer Unternehmensstrategie zu verankern, um ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht zu werden – aber auch, um langfristig am Markt bestehen zu können.

Wo viele insbesondere große Unternehmen noch Anlaufschwierigkeiten besitzen, nutzen Start-ups Nachhaltigkeit als Chance, bestehende Märkte zu erobern und mit diesen auch eine Vielzahl der Konsumenten für sich zu gewinnen.

Ressourcenmangel, wirtschaftlicher und politischer Wandel

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Welthunger und die kontinuierliche Abholzung der Regenwälder – um nur einige Beispiele zu nennen – fordern Unternehmen dazu auf, sich intensiv mit ihren Produkten und Dienstleistungen auseinanderzusetzen. Die bereits genannten Auswirkungen unseres aktuellen Lebensstils sollten für sich genommen bereits Motivation genug sein, eine nachhaltige Transformation anzugehen. Änderungen in der Gesetzgebung und die immer schwierigere Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen erfordern mittelfristig jedoch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit als Chance sehen

Nachhaltigkeit ist viel mehr als nur ein Gedanke, ein Vorgehensmodell oder ein Regulator. Nachhaltigkeit stellt gleichermaßen ein Leitbild und ein Mindset dar. Dementsprechend sollte Nachhaltigkeit nicht als Risiko oder Gefahr angesehen werden – sondern als Chance. Unternehmen können sie als Innovationstreiber, Vision und Inspiration nutzen, um sich zukunftsfähig zu positionieren.

Der Statista Global Consumer Survey 2021 in Deutschland zufolge, sehen 36 % der Konsumentinnen und Konsumenten Unternehmen in der Verantwortung, globale Umweltprobleme zu lösen und mehr als die Hälfte der Befragten glauben, dass Nachhaltigkeit ein Premium-Etikett sei, um Produkte teurer verkaufen zu können. Dies macht nur allzu deutlich, welche Verantwortung Unternehmen zugeschrieben wird und wie wichtig eine transparente Kommunikation nach innen und außen ist, um langfristig erfolgreich am Markt agieren zu können.

Doch nicht nur die Kundschaft stellt Anforderungen an Unternehmen, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht: Wie attraktiv Unternehmen als Arbeitgeber heutzutage sind, entscheidet sich mitunter auch anhand ihres ökologischen und sozialen Engagements sowie der Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für sie. Um die besten Fachkräfte zu akquirieren und gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden, ist ein Umdenken hin zu einer nachhaltigen Unternehmenskultur unumgänglich.

Nachhaltigkeit als Wegweiser

Unternehmen fangen an zu verstehen, dass Nachhaltigkeit viel mehr bedeutet, als nur den Ausgleich eigens verursachter CO2-Emissionen. Und wenn sie das verstanden haben, werden sie mittel- und langfristig erfolgreich sein, indem sie eine zukunftsfähige Unternehmensvision und -strategie entwickeln - ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und fernab von Greenwashing, sondern intrinsisch motiviert.

Das Nachhaltigkeitsdreieck

Was ist ökologische Nachhaltigkeit?

Unter ökologischer Nachhaltigkeit verstehen wir den verantwortungsvollen Umgang mit Ökosystemen, um unsere natürlichen Ressourcen dauerhaft zu erhalten und sie nicht zu erschöpfen oder zu zerstören.
Die kontinuierliche, unkontrollierte Rodung des Regenwaldes für mehr Nutzfläche ist ein Beispiel für ein Ökosystem, das sich nicht schnell genug regenerieren kann, um dauerhaft ökologisch wertvoll für alle Lebewesen zu sein.

Was ist ökonomische Nachhaltigkeit?

Unter ökonomischer Nachhaltigkeit verstehen wir den langfristigen Fortbestand von Unternehmen durch wirtschaftlich nachhaltige Geschäftsmodelle und den Erhalt jener Ressourcen, die für die Produktion oder Dienstleistungserbringung nötig sind.
Eine ressourcenschonende Produktion, z. B. durch Verwendung recycelter Rohstoffe, schont nicht nur die Umwelt, sondern ermöglicht auch den Fortbestand des Unternehmens, da endliche Ressourcen eingespart werden.

Was ist soziale Nachhaltigkeit?

Unter sozialer Nachhaltigkeit verstehen wir den respektvollen Umgang mit Menschen. Dazu gehören Chancengleichheit, Teilhabe, faire Arbeitsbedingungen und Vielfalt.
Soziale Netzwerke als Resultat sozialer Innovationen ermöglichen den Austausch zwischen Menschen über die Ländergrenzen hinweg und fördern damit Teilhabe und Vielfalt. Der Zugang zu freier Bildung über das Internet ermöglicht internationale Chancengleichheit und damit die Aussicht auf einen höheren Lebensstandard.

Artikel von:
Carina Salzmann, Consultant, Cassini Consulting
Carina Salzmann
Senior Consultant
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