Karsten Nölling, CEO KIWI.KI GmbH
Interview

Interview mit Karsten Nölling, CEO der KIWI.KI GmbH

Die KIWI.KI GmbH strebt an, die Plattform für alle Themen des Türgangs zu sein. Karsten Nölling, CEO, zeigt auf, worin diese Rolle besteht und wer davon profitieren kann.

Ich möchte mit der ersten Frage zum Stichwort Immobilienbranche beginnen. Wo sehen Sie die größten Chancen für eine übergreifende Plattform in diesem Bereich?
Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass der Bereich sehr fragmentiert ist. Es gibt nicht nur DEN einen großen Anbieter. Egal, ob wir jetzt über die Hardware oder die Software bzw. die verschiedenen Softwareanwendungen sprechen. In diesem Falle würde eine Plattform keinen großen Mehrwert bieten können. Aber durch die Vielzahl an fragmentierten Produkten für Heizung, Tür, Aufzug, und ERP-Systeme birgt eine Plattform große potenzielle Vorteile. Aus Sicht einer Eigentümerin/ eines Eigentümers besteht kein Interesse daran alles parallel zueinander, basierend auf verschiedenen Stammdaten, zu organisieren. All die vorgenannten Produkte werden zunehmend digital und aus dieser Sicht kann eine Plattform ein sehr großer Vorteil für die Immobilienbranche und aller weiteren Teilnehmer sein.

Wo liegt die Zielgruppe einer Plattform und wer hat den größten Mehrwert daraus?
Den größten Nutzen haben am Ende die Immobilienunternehmen. Wir sprechen hier erst einmal von einem B2B-Kontext, dieser kann beispielsweise im Smart-Home-Bereich ganz anders sein.

Der Besitzer oder Betreiber dieser Immobilien hat den größten Mehrwert und daher auch eine große Zahlungsbereitschaft. Diese ist dann gegeben, wenn sich gewisse Effekte einstellen. Hier spielt insbesondere das Thema Effizienz eine große Rolle. Es können aber auch neue Geschäftsmodelle sein, die mehr Umsatz generieren. Ich glaube, diese Themen wachsen jetzt zunehmend, weil zum einen das Verständnis über die Möglichkeiten vorhanden ist und zum anderen die Industrie danach strebt, seine Produkte in die Cloud zu bringen. Der dritte große Treiber ist natürlich, dass die Mieter auch gewisse Erwartungen an eine Immobilie haben. Dies gilt sowohl für den gewerblichen als auch für den wohnungswirtschaftlichen Bereich. Zudem haben auch die verschiedenen Gewerke (beispielsweise Heizung oder Türzugang), Interesse daran, in der Cloud auf der Plattform verfügbar zu sein.

Welche Sicht hat KIWI als Plattformanbieter auf das Plattformgeschäft der Zukunft. Welche Vision hat KIWI?
Wir als KIWI möchten ganz klar die Plattform für alle Themen rund um den Türzugang sein. Wir glauben, man kann ein digitales Gebäude basierend auf der Basis von verschiedenen Modulen betrachten. Wir wollen der Partner für all das sein, was mit den Themen Zugang, Zugangsberechtigung, Türen und z.B. auch Rechtemanagement zu tun hat. Hier wollen wir unsere Leistungen über die Cloud herstellerübergreifend anbieten. Wir reden also nicht nur über eine KIWI-Hardware. Dafür wollen wir in etwas Größeres integriert sein, d.h. unser Anspruch ist es nicht, die EINE Plattform für das digitale Gebäude zu sein, sondern speziell für alles was mit der Tür zu tun hat. Das kann man sich wie ein Betriebssystem vorstellen. Wir wollen das Betriebssystem für die Tür sein und nahtlos in ein größeres Betriebssystem für das Gebäude integriert werden können. Für größere Plattformen sind andere Anbieter prädestinierter. Dies könnten zum einen ERP-Unternehmen sein, die heute bereits in dieser Branche sehr aktiv sind. Zum anderen könnten es die führenden Gewerke sein, welche Infrastruktur in dem Gebäude zur Verfügung stellen. Hierzu gehören Messdienste, Energieunternehmen, oder auch Telekommunikationsunternehmen. Diese haben sowohl Infrastruktur als Hardware in dem Gebäude als auch Software. Hier sehen wir aktuell bereits viel Bewegung. Wenn man sich die großen Messdienstleister anschaut bewegen sich bereits viele Anbieter in Richtung einer Plattform. Genauso ist es bei den ERP-Unternehmen.

Dieses Interview führte
Stephan Dufhues, Management Consultant, Cassini Consulting AG
Stephan Dufhues
Senior Management Consultant
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