
Lange war agiles Arbeiten der Softwareentwicklung vorbehalten. Doch verstärkt setzen Unternehmen auf die Agilisierung ihrer Gesamtorganisation. Werfen wir gemeinsam einen differenzierten Blick in die Zielsetzung einer agilen Transformation, auf Best-Practice-Erfahrungen und mögliche Vorgehensmodelle.
In der Software-Entwicklung ist das agile Arbeiten seit vielen Jahren weit verbreitet und hat sich als eine erfolgreiche Arbeitsweise etabliert. Diese Methode führt, unter der Voraussetzung der richtigen Problemstellung, nachweislich zu einer Verbesserung der Qualität und Effizienz der Arbeit und steigert die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Scrum und Kanban gelten mittlerweile als moderne methodische Standards für die Arbeit im Team und sind aus einer modernen Ablauforganisation nicht mehr wegzudenken.
Aktuell gehen Entwicklungsorganisationen noch einen Schritt weiter und passen ihre Aufbauorganisation den agilen Prinzipien an. In Teilen werden dabei die Struktur der Aufbauorganisation an die der agilen Teams angeglichen und Scrum-Rollen als Führungsrollen eingeführt. Hierdurch bekommen traditionelle Führungsrollen, wie Teamleiter und Abteilungsleiter, neue Aufgabenfelder und müssen „neu gedacht“ werden.
Warum sollte man so etwas machen?
Indikatoren, die Ihnen zeigen, dass es Zeit ist über ein „Update“ in Ihrer Aufbauorganisation nachzudenken, können vielschichtig auftreten. Häufig werden folgende Konstellationen vorgefunden:
Wenn einer dieser Indikatoren anschlägt, lohnt ein genauerer Blick auf Ihre Aufbauorganisation. Aber sind agile Prinzipien als Grundlage für den Umbau hier wirklich sinnvoll? Jein, was bedeutet: Unter den richtigen Voraussetzungen und mit der richtigen Herangehensweise kann solch ein Transformationsvorhaben eine moderne und zukunftsfähige Organisation schaffen.
Aber erst mal zur Zielsetzung…
Bei der Neugestaltung der Aufbauorganisation nach agilen Prinzipien verfolgen Organisationen unter anderem folgende Ziele:
Auch wenn die Zielsetzung verlockend klingen mag, sollte bedacht werden, dass der Erfolg des Transformationsvorhabens maßgeblich vom agilen Reifegrad der Organisation abhängt.
Deshalb möchte ich Ihnen einige Tipps aus den Transformationsalltag geben:
Die Ausgangssituation und damit auch die Komplexität des Vorhabens werden, neben den agilen Reifegrad der Organisation, von der bestehenden Organisationstruktur der Aufbauorganisation bestimmt. Folgende Organisationstrukturen findet man in deutschen Unternehmen am häufigsten vor:
Des weiteren existieren einige moderne und agilere Organisationsformen wie zum Beispiel:
Funktionale oder divisionale Organisationsformen stellen die Transformationsbegleiter bei der Etablierung agiler Prinzipien im Allgemeinen vor die größten Herausforderungen. In der beliebten Matrixorganisation und projektbasierten Organisationsstrukturen lassen sich diese leichter umsetzen.
Ein besonders interessanter Ansatz einer Vermischung beider Welten stellt das gut beschriebene Spotify-Modell [1] dar, aus welchen sowohl die Aufbau- wie auch die Ablauforganisation abgeleitet werden kann.
Die Etablierung von agilen Prinzipien und deren potenzielle Skalierungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sind keine geringfügigen Veränderungen, sondern eine transformative Reise für jede gewachsene Organisation. Die Herausforderungen und Aufwände des Changemanagements sollten dabei keinesfalls unterschätzt werden. Wenn Sie bereit sind, Ihre Organisation auf eine agilere Zukunft auszurichten, stehen wir Ihnen als erfahrene Partner zur Seite. Kontaktieren Sie uns, um gemeinsam die optimale Strategie für Ihre Organisation zu planen und die ersten Schritte in Richtung einer zukunftsorientierten, effizienten und innovativen Aufbau- und Ablauforganisation zu setzen.