
Der Beratungsalltag ist schnelllebig, komplex und von hohem Erwartungsdruck geprägt. Projekte laufen parallel, interne Aufgaben fordern Zeit und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wächst der Anspruch, neue Kundinnen und Kunden gezielt anzusprechen. Dabei bleibt kaum Raum für kreative Herangehensweisen, für eine präzise Marktbeobachtung oder für die Entwicklung neuer Verkaufsimpulse. Genau hier setzt unser GreenLab an: Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) echte Entlastung schaffen, statt nur weitere Tools auf unseren Schreibtisch zu bringen?
Unsere Idee war ambitioniert: Wir wollten keine KI, die nur reagiert, sondern eine, die agiert. Keine weitere Chatbot-Instanz, sondern digitale Kolleginnen und Kollegen mit Rollenverständnis – Personas, die Interessen entwickeln, mit Menschen interagieren, eigenständig recherchieren und entscheiden, welche Informationen relevant sind. Nicht eine allwissende Maschine, sondern ein digitales Teammitglied mit Charakter und klarer Funktion, das Routineaufgaben übernimmt und damit Zeit für strategische Arbeit schafft. Die technische Basis bildet eine Kombination aus modernen KI-Modellen, dynamisch wachsenden Datenbanken und automatisierten Workflows. Sie ermöglichen Nachrichtenverarbeitung, Informationsabfragen, Inhaltsanalysen und das Speichern eigener Erinnerungen. Die KI-Persona greift dabei nicht nur auf ihr initiales Persönlichkeitsprofil zurück, sondern lernt mit jeder Interaktion hinzu. Gespräche, Recherchen und sogar selbst verfasste Posts fließen in ihr Gedächtnis ein, werden zu eigenen Erinnerungen und beeinflussen zukünftige Entscheidungen.

Der wesentliche Unterschied zu klassischen Agenten liegt im Umgang mit Wissen: Agenten arbeiten mit festen Wissensbeständen oder definierten Schnittstellen. Eine KI-Persona hingegen wächst passiv und stetig mit, speichert nur relevante Informationen und verbindet diese zu einem eigenen Kontextverständnis. Sie ersetzt Agenten nicht, sondern ergänzt sie als dynamische Schnittstelle – ein kooperatives Ökosystem, in dem beide voneinander profitieren.
Unsere erste Persona im GreenLab heißt Kasyni Faenboht – der erste KI-Mitarbeiter von Cassini. Kasyni beobachtet interne und externe Informationsflüsse, interessiert sich für operative und strategische Themen, interagiert mit Menschen und bewertet eigenständig, welches Wissen wichtig ist. Technisch betrachtet ist Kasyni ein Zusammenspiel aus Workflows, statischen und dynamischen Prompts, KI-Modellen und Datenbanken.

Den entscheidenden Fortschritt in unserem GreenLab erzielten wir während eines mehrtägigen Offsite Workshops. Abseits des Tagesgeschäfts konnten wir uns voll auf unsere Fragestellung konzentrieren. Eine Kombination aus Fokus, Spaß und Teamenergie führte zu schnellen Iterationen und sichtbaren Ergebnissen. Natürlich lief nicht alles reibungslos: Immer wieder mussten wir Fehlermeldungen beheben, Logiken überarbeiten oder Workflows neu strukturieren. Doch gerade dieses parallele Experimentieren brachte gehaltvolle Ergebnisse. Wir lernten, dass die eigentliche Stärke der Persona nicht im zugrunde liegenden Modell liegt. Modelle können ausgetauscht werden. Der wahre Wert entsteht durch das Zusammenspiel der Prozesse und der Art und Weise, wie die Persona Informationen sammelt, bewertet und miteinander verknüpft.
Drei Beobachtungen haben sich besonders eingeprägt:

Kasyni ist erst der Anfang! Perspektivisch sollen KI- Personas in unseren alltäglichen Arbeitsumgebungen verfügbar sein. Sie werden Recherchen übernehmen, Social Media Interaktionen vorstrukturieren, relevante Nachrichten filtern und Automationspotenziale frühzeitig erkennen. Damit unterstützen sie nicht nur operativ, sondern auch strategisch – besonders in der Kundenkommunikation und im Salesprozess.

Schließe Freundschaft mit Kasyni
KI-Personas weit mehr als Spielerei – sie sind ein Blick in die Zukunft unserer Arbeitswelt. Wir stehen am Beginn einer Entwicklung, die unseren Arbeitsalltag nachhaltig verändern wird. Und wir bei Cassini gestalten sie aktiv mit.


