
Large Language Models (LLMs) haben die Art und Weise revolutioniert, wie wir mit Texten umgehen und maschinelles Lernen anwenden. Sie bieten eine beeindruckende Fähigkeit zur Textgenerierung und ein tieferes Verständnis von Sprache im Vergleich zu kleineren Modellen des Natural Language Processing (NLP). Welche Unterschiede es gibt, welche Herausforderungen es beim Deployment von LLMs zu meistern gilt und wann es sinnvoll ist, auf kleinere Modelle zurückzugreifen, erläutert dieser Artikel. Außerdem werden wir die Vor- und Nachteile des selbst gehosteten LLMs diskutieren und die Kriterien für die Entscheidung zwischen On-Premises und Cloud erläutern.
LLMs zeichnen sich durch ihre beeindruckende Größe und Komplexität aus. Sie werden mit einer sehr großen Menge an Textdaten trainiert und verfügen über eine enorme Anzahl von Parametern. Im Vergleich zu kleineren NLP-Modellen haben LLMs eine bessere Fähigkeit, kontextbezogene Texte zu generieren und Sprachmuster zu verstehen. Sie können komplexere Aufgaben wie maschinelle Übersetzung, Textverständnis und Dialogsysteme effektiver bewältigen. Im Gegensatz zu kleineren NLP-Modellen sind LLMs auch auf mehrere Aufgaben gleichzeitig trainiert worden. So steht beispielsweise das T5-Modell für Transformer (Model-Architektur) mit fünf unterschiedlichen Fähigkeiten. Kleinere NLP-Modelle sind in der Regel auf eine einzige Aufgabe trainiert und nicht multifunktional einsetzbar. Die meisten Sprachmodelle können mindestens einem der folgenden acht Aufgaben zugeordnet werden:

Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem speziellen Artikel zu den Fähigkeiten von Large Language Models.
Das Training eines Large Language Models auf eigene Daten erfordert einige spezifische Schritte.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Training eines LLMs auf eigenen Daten Ressourcen, Fachwissen und Zeit erfordert. Der Prozess beansprucht in der Regel ein Team von Data Scientists oder maschinellen Lernexperten, um die beste Vorgehensweise zu bestimmen und das Training effektiv durchzuführen.
Abschließend kann gesagt werden, dass das Training eines LLMs auf eigenen Daten eine Möglichkeit ist, maßgeschneiderte und auf spezifische Anforderungen zugeschnittene Sprachmodelle zu erstellen. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, Vorbereitung der Daten und entsprechende Ressourcen, um erfolgreich zu sein.
Wenn ein Sprachmodell speziell auf die Bedürfnisse eines Unternehmens oder einer Organisation angepasst werden soll, nennt man das Fine-Tuning. Unternehmen benötigen je nach ihren spezifischen Anforderungen, ihrer Branche und ihren Zielen aus verschiedenen Gründen feinabgestimmte große Sprachmodelle. Hier sind einige häufige Gründe:
Das Deployment stellt einige Herausforderungen dar. LLMs benötigen erhebliche Rechenleistung und Speicheranforderungen. LLMs benötigen mit GPUs bzw. Grafikkarten spezialisierte Hardware, um optimale Leistung zu erzielen, und ihre Bereitstellung erfordert technisches Fachwissen. Es ist ratsam, auf ein kleineres Modell zurückzugreifen, wenn die spezifische Aufgabe, die Sie lösen möchten, lediglich eine der acht o.g. Aufgaben erfüllen soll oder die Aufgaben sich so gut voneinander trennen lassen, dass mehrere kleinere NLP-Modelle genutzt werden können, um gute Ergebnisse zu erzielen. Kleinere Modelle haben oft geringere Bereitstellungsanforderungen und sind einfacher zu handhaben.

Bei der Wahl des Hostings sollten mehrere Kriterien berücksichtigt werden. Dazu gehören:
Cloud Hosting bietet eine schnellere Bereitstellung, einfache Skalierbarkeit und reduziert den anfänglichen Investitionsaufwand, während On-Premises mehr Kontrolle und Sicherheit bietet.
Angenommen, ein Unternehmen plant das Deployment eines LLMs in der Lambda Cloud. Das Modell soll 1.000 Anfragen pro Stunde verarbeiten, wobei jede Anfrage drei Sekunden Rechenzeit benötigt. Diese Anforderungen können je nach Modellgröße schon von einer 80 vRAM und NVIDIA H100 GPU Instanz erfüllt werden. Der Cloud-Anbieter berechnet 0,0373€ pro Sekunde Rechenzeit und 0,0001€ pro Anfrage für Datenübertragungskosten.
On-Premise-Hosting erfordert, dass Unternehmen ihre eigenen Server und Infrastruktur bereitstellen und warten. Es bietet volle Kontrolle und Datensicherheit, erfordert jedoch erhebliche Investitionen in Hardware und Expertise. Cloud Hosting nutzt die Infrastruktur eines Cloud-Anbieters, was eine schnellere Bereitstellung und Skalierbarkeit ermöglicht. Es reduziert den anfänglichen Investitionsaufwand, erfordert jedoch eine Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter und kann höhere laufende Kosten haben. Bedarfsorientierte Skalierung, wie im Rechenbeispiel, kann in einem On-Premise Szenario komplizierter sein und zu weiteren Kosten führen.
Das Deployment von Large Language Models stellt Unternehmen vor Herausforderungen, aber auch enorme Möglichkeiten zur Verbesserung von Textgenerierung und maschinellem Lernen. Die Wahl zwischen einem LLM und einem kleineren Modell hängt von der Komplexität der Aufgabe und den verfügbaren Ressourcen ab. Die Entscheidung zwischen On-Premises und Cloud erfordert eine sorgfältige Abwägung von Kontrolle, Skalierbarkeit, Sicherheit und Kosten. Letztendlich sollte das Ziel sein, eine Lösung zu finden, die den Anforderungen des Unternehmens am besten entspricht und die besten Ergebnisse liefert.
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