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Artikelreihe von
Kevin Breidenbach, Cassini Consulting
Kevin Breidenbach
Senior Management Consultant
Kontinuierliche Innovation im „Innovation Ecoystem“
Moderne IT-Organisation. Teil 6 unserer Artikelreihe.

Kontinuierliche Innovation im „Innovation Ecosystem“

Die Fähigkeit eines Unternehmens, kontinuierlich Innovationen zu ermöglichen, kann über Wettbewerbsvorteile, Marktdifferenzierung und infolgedessen über das langfristige Bestehen von Unternehmen entscheiden. Innovationen im Fachbereich werden zunehmen durch IT ermöglicht. Die Fachbereiche benötigen aber Unterstützung, um die Potentiale durch Innovationen zu heben. Die zentrale IT hat sich in den letzten Jahren dabei nicht unbedingt als starker Partner positioniert. Innovation sind allzu häufig noch mühsam und ineffizient. Damit Innovationen nicht „One-Hit-Wonder“ bleiben, sondern nachhaltig ermöglicht werden, muss Innovationsfähigkeit strukturell in der Organisation verankert werden. Das Cassini-Modell für moderne IT-Organisationen beschreibt mit dem Business IT Competence Center eine Einheit, die dies auf der Agenda hat und den Fachbereich damit optimal beim unternehmerischen Erfolg unterstützt.

Trendradar als Methode im Business Development

Das Business IT Competence Center versteht sich als Teil des Fachbereichs und arbeitet gemeinsam mit diesem auf Augenhöhe. Die Einheit unterstützt in zwei Bereichen: dem Business Development und dem Business Support.

Im Bereich Business Development werden Innovationen oder neue Technologien, die im Unternehmen entstehen oder am Markt beobachtet werden, bewertet. Ziel ist es, die Innovationen oder neue Technologien zu identifizieren, die einen positiven Beitrag zur Erreichung der strategischen Ziele haben können. Diese werden im Ergebnis in die Digitalisierungs- und Innovationspipeline aufgenommen und umgesetzt. In einem kontinuierlichen Prozess werden neue Innovationen und Technologien in die Pipeline aufgenommen, vorhandene Inhalte umpriorisiert oder entfernt. Je nachdem, was die Fachabteilungen benötigen, um den Markt zu beherrschen.

Eine geeignete Methode im Business Development ist ein IT-Trendradar. Der Trendradar dient hier als Hilfsmittel zur Darstellung von neuen Innovationen und Technologien und als Werkzeug für die strategische Ausrichtung der IT in Bezug auf solche Innovationen und Technologien. Der Trendradar ist in die drei Bereiche State of the Art, Scale und Evaluate eingeteilt.

Das Ergebnis ist exemplarisch in der Abbildung zu sehen. Innovationen und Technologien in dem Trendradar durchleben dabei einen gewissen Lebenszyklus. Neue Trends in der IT-Branche werden zunächst im Bereich Evaluate sichtbar und wandern dann, sofern sie sich bewähren, im Laufe der Zeit in den Bereich Scale und somit in den näheren Fokus.

Trendradar als Methode im Business Development

Das Business IT Competence Center nutzt den Trendradar im Business Development, um Innovationen und Technologien im Bereich Scale zu sammeln. Die Inhalte spiegeln die Digitalisierungs- und Innovationspipeline wider. Darüber hinaus sind weitere mögliche Innovationen und Technologien in Scale bereits auf der Agenda und können regelmäßig auf konkrete Einsatzszenarien geprüft werden.

Die Identifizierung von Innovationen und Technologien hilft jedoch nicht, wenn sie nicht auch gewinnbringend von den Fachbereichen eingesetzt werden können. Nun ist dies aber insbesondere zu Beginn ein schwieriges Unterfangen. Die Fachbereiche benötigen daher dringend Unterstützung. Das Business IT Competence Center stellt dafür mit dem Bereich Business Support eine weitere passende Einheit für die direkte operative Unterstützung der Fachbereiche bei der Umsetzung von Projekten zur Verfügung. Relevante Kompetenzen werden aufgebaut oder eingekauft und in die Projekte entsandt. Zusätzlich steuert der Bereich die operative Umsetzung aller Digitalisierungs- und Innovationsinitiativen und des Projektportfolios, hebt Synergien zwischen den Abteilungen und orchestriert die Umsetzungen, damit das Projektportfolio ganzheitlich auf die Unternehmens- und IT-Strategie einzahlt. 

Innovation Lifecycle

Durch die Rolle des Business IT Competence Center als Einheit, welche ständig die neuesten Innovationen und Technologien im Blick hat und prüft, ob diese bei der Erreichung der Unternehmensziele einen Beitrag leisten können, liefert es den Fachbereichen ständig wichtigen Input. Indem es zusätzlich noch das notwendige Wissen für die Umsetzung aufbaut und bereitstellt und die verschiedenen Fachbereiche so orchestriert, dass alle Ressourcen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden können, wird es zum optimalen Partner für erfolgreiche Digitalisierung und ermöglicht die kontinuierliche Etablierung von Innovation im Unternehmen. Dafür wird mit dem Innovation Lifecycle ein dedizierter Prozess etabliert:

  1. Das Business IT Competence Center erstellt und pflegt im Bereich Business Development die Digitalisierungs- und Innovationspipeline.
  2. Für eine vielversprechende Innovation oder Technologie aus der Digitalisierungs- und Innovationspipeline wird ein Minimum Viable Product (MVP) als Proof of Concept (PoC) zentral im Business IT Competence Center bereitgestellt.
  3. Nach erfolgreichem PoC unterstützt die Einheit Business Support des Business IT Competence Center bei der Implementierung der Innovation im konkreten Use Case im Fachbereich.
  4. Die Fachseite verantwortet den Service nach einer Übergangsphase eigenständig und nutzt ihn für wertschöpfende und marktdifferenzierende Maßnahmen.
  5. Wenn sich die Innovation bewährt und übergreifend von Bedeutung für das Unternehmen ist, können die Services der Fachbereiche diese Innovation nutzen, als Standard IT-Service in die Foundational IT überführt und dem gesamten Unternehmen angeboten werden.
Innovation Lifecycle

Ziel des Business IT Competence Center ist dabei immer, die Fachbereiche zu befähigen. Somit wandert die Kompetenz und die Verantwortung vom zentralen Competence Center in die Fachbereiche. Am Ende dieses Prozesses ist die Fähigkeit im Fachbereich eingebettet und das Business IT Competence Center schiebt die nächste Innovation ins Unternehmen.

Unser Ansatz zur modernen IT-Organisation

Im Whitepaper „Moderne IT-Organisation“ präsentieren wir einen Vorschlag für eine IT-Organisation, welche die Stärken der bekannten Modelle miteinander kombiniert, ohne dabei die Schwächen mit einzubeziehen. Wesentliches Gestaltungsmerkmal ist, dass die IT hauptsächlich dort verantwortet wird, wo sie benötigt wird. Die Fachbereiche werden befähigt, ihre IT selbstständig zu verantworten und zu betreiben. Damit ihnen diese Herausforderung gelingt, können sie auf ein Ökosystem bauen, welches die Fachbereiche dabei unterstützt, Wertschöpfung und Marktdifferenzierung durch IT-Leistungen zu erzielen.

Wir möchten die wesentlichen Designfaktoren für moderne IT-Organisationen an unserem Vorschlag beschreiben. Dabei sind je nach spezifischen Situationen im Unternehmen einige Gesichtspunkte relevanter als andere. Wir möchten mit dem Paper und dieser Artikelserie zum Diskurs einladen.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie daran teilhaben möchten!

Die Artikelreihe im Überblick

Moderne IT-Organisation

IT wird immer wichtiger für den unternehmerischen Erfolg. Um die vollen Potentiale der Unternehmens-IT auszuschöpfen, muss die Art und Weise, wie IT im Unternehmen organisiert wird, besonders sorgfältig betrachtet werden. Von Zeit zu Zeit müssen IT-Organisationen dafür neu gedacht werden. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten.

Mehr erfahren

Teil 1: Status Quo – IT im Zwiespalt zwischen Innovation und Effizienz

Im Status Quo sind die Anforderungen und Herausforderungen in der IT so überwältigend, dass Optimierungsmaßnahmen und kleine Restrukturierungen nicht mehr helfen. Es hilft nur eines: IT neu denken.

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Teil 2: Bekannte IT-Organisationsmodelle sind für aktuelle und zukünftige Herausforderungen ungeeignet.

Plan-Build-Run, Multimodale IT oder Agile IT haben ihre Stärken und Schwächen. Abhängig vom konkreten Einsatzszenario kann eines dieser Modelle genau die richtige Wahl sein. Häufig können die vielseitigen Anforderungen in der IT mit diesen Modellen aber nicht mehr umgesetzt werden.

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Teil 3: Design Principles moderner IT-Organisationen

Moderne IT-Organisationen sind ebenso vielseitig, wie die Herausforderungen, die sie lösen sollen. Wir möchten Design Principles, die bei keiner modernen IT-Organisationen mehr fehlen dürfen, herausarbeiten.

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Teil 4: Der Fachbereich ist der Treiber der Digitalen Transformation in modernen IT-Organisationen.

Eine alternative Art der IT, in der die Fachbereiche unabhängig von der zentralen IT-Organisation handeln, ist längst auf dem Vormarsch. Ein Trend, der mit der steigenden Anzahl von Digital Natives in den Fachabteilungen noch zunehmen wird.

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Teil 5: Basis-IT ist auch in modernen IT-Organisationen ein kosteneffizienter Shared Service.

Die Foundational IT tritt in unserem Modell deutlich als Enabler der Fachseite auf und ist Teil und Treiber des Ökosystems, welches das Business zur Zielerreichung nutzt. Wie Verantwortlichkeiten zugeordnet werden können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Teil 6: Kontinuierliche Innovation im „Innovation Ecosystem“

Damit Innovationen nicht „One-Hit-Wonder“ bleiben, sondern nachhaltig ermöglicht werden, muss Innovationsfähigkeit strukturell in der Organisation verankert werden. Wie dies gehen könnte, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Teil 7: Das CIO Office wacht über die produktorientierte Netzwerkorganisation.

Wie eine produktorientierte Netzwerkorganisation aufgebaut sein kann und welche Rolle das CIO Office dabei übernimmt, erfahren Sie im letzten Teil unserer Artikelreihe.

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