• zurück
    • Mittelstand
    • Konzerne
    • Öffentlicher Sektor
    • Energiewirtschaft
    • Finanzindustrie
    • Transport und Logistik
    • Mobilität
    • Retail
    • Konsumgüterindustrie
    • Immobilienwirtschaft
    • zurück
    • Digitale Transformation
    • IT Strategie und Governance
    • Organisationsentwicklung
    • Change Management
    • Security & Privacy
    • Compliance & Regulatorik
    • Data Science, Analytics & AI
    • Nachhaltigkeitsmanagement
    • › Alle Leistungen
    • zurück
    • Über Cassini
    • Verantwortung
    • Diversity bei Cassini
    • zurück
    • Deine Karriere bei Cassini
    • Cassini erleben
    • Chancen und Entwicklung
    • Jobs bei Cassini
  • Inspire-Magazin
  • Kontakt
  • home
  • inspire
  • dienstleistersteuerung vorgehensmodell abwaegung
Standorte

Cassini AG | HR

Königswall 21
44137 Dortmund
T +49 231 - 10 87 62 87
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini AG | Business Support

Königswall 21
44137 Dortmund
T +49 231 – 10 87 62 80
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Berlin

Invalidenstr. 74
10557 Berlin
T +49 30 - 26479832
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Hamburg

Am Sandtorkai 72
20457 Hamburg
T +49 40 - 79724991
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Düsseldorf

Bennigsen-Platz 1
40474 Düsseldorf
T +49 211 - 92323552
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Köln

Niehler Str. 104
50733 Köln
T +49 221 - 57143891
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Frankfurt

Georg-Baumgarten-Straße 3
60549 Frankfurt am Main
T +49 69 - 98939345
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung Stuttgart

Eberhardstraße 65
70173 Stuttgart
T +49 711 - 97573021
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte

Cassini Consulting AG, Unternehmensberatung München

Landshuter Allee 8
80637 München
T +49 89 - 89674819
F +49 231 - 10 87 62 85
Zur Karte
Folgen Sie uns
© 2026 Cassini Consulting AG
Impressum
Datenschutz
Kontakt
Newsletter
[email protected]
[email protected]
Cookie-Einstellungen anpassen
Artikel von
Axel Keller, Senior Partner, Cassini Consulting
Axel Keller
Senior Partner
Dienstleister:innen in Digitalisierungsprojekten
Dienstleistersteuerung. Teil 5 unserer Artikelreihe.

Vorgehensmodell – Abwägung zwischen klassischem und agilem Vorgehen

Vorgehensmodelle unterstützen hinsichtlich der Strukturierung, und damit der erfolgreichen Realisierung von Projekten. Die beiden Extremausprägungen sind die klassischen Wasserfall-Vorgehen auf der einen und agile Vorgehensmodelle auf der anderen Seite. Im ersten Fall steht das Ergebnis von vornherein fest, die Steuerung kann zielgerichtet erfolgen, mündet jedoch in geringe Flexibilität. Beim iterativen Vorgehen fällt das „Abhaken“ von Anforderungen schwerer, lässt jedoch auch bei neuen Anforderungen mehr Flexibilität hinsichtlich Priorisierung und Steuerung zu.

Vorgehensmodell - klassisch, agil, hybrid

Im Kontext der Dienstleister-Steuerung ist das Vorgehensmodell der Projektsteuerung auf Seiten des Bedarfsträgers, d.h. dem abrufenden Projekt oder der jeweiligen Organisation, eine relevante Einflussgröße. Hierbei sind folgende Ausprägungen zu betrachten:

Klassisch: Projekte mit klassischem Vorgehensmodell (z.B. Wasserfall, V-Modell XT, PRINCE2) mit dem Ziel hoher Planungssicherheit bei fest definierten Projektergebnissen bzw. Organisationen mit starker Hierarchie und Prozessorientierung.

Agil: Projekte mit agilem Vorgehensmodell (z.B. Scrum, Kanban, PRINCE2 Agile) mit dem Ziel hoher Veränderungsgeschwindigkeit, Flexibilität und schnellen Ergebnissen bzw. agile Organisationen.

Hybrid: Mischansätze von klassisch und agil in einem Projekt bzw. in einer Organisation.

Alle genannten drei Ausprägungen bringen unterschiedliche Auswirkungen und Herausforderungen für die Dienstleister-Steuerung auf Seiten des Bedarfsträgers mit sich. Wenn die Vorgehensmodelle auf Seiten des Bedarfsträgers und auf Seiten des Dienstleisters stark konträr ausgeprägt sind, sich also agil vs. klassisch gegenüberstehen, und somit eine Verzahnung unterschiedlicher Philosophien erforderlich wird, können sich bestehende Herausforderungen noch weiter verstärken. Wie lässt sich also damit umgehen und ein Gestaltungsrahmen mit Planungssicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer schaffen, der die zielgerichtete Steuerung bei gleichzeitiger Flexibilität zulässt?

Vertragsgestaltung und Anforderungen an Dienstleister

Die Erbringung von Leistungen durch Dienstleister und oftmals schon die Definition von Steuerungsinstrumenten (Controlling, Eskalationsebenen etc.) erfolgt auf Basis eines zu schaffenden Vertragsverhältnisses. Prinzipiell gilt, dass es nicht den jeweils einen richtigen Vertrag für ein agiles oder für ein klassisches Umfeld gibt. Der Vertragstyp ist vielmehr abhängig von den Zielen der Vertragspartner, den Rahmenbedingungen und der gewünschten Risikoverteilung. Fristen für Vergabeverfahren und hoher Zeitdruck für die Umsetzung führen häufig dazu, Ausschreibungen zu einem Zeitpunkt durchzuführen, an dem Entscheidungsträger und Verwaltung selbst noch keine detaillierte Vorstellung vom angestrebten Leistungsumfang haben.

Im klassischen Vorgehen wird mit einem Lastenheft und einer entsprechenden zeitlichen und monetären Planung eine Vertragsgrundlage geschaffen. Die Herausforderungen selbst ergeben sich jedoch in einem agilen Umfeld: Wie können der Vertragsgegenstand und die umzusetzenden Anforderungen gegenüber einem Dienstleister eindeutig und rechtssicher definiert werden, wenn man sich der Agilität verschrieben hat und die erwarteten Ergebnisse nicht abschließend definiert sind? Die Erstellung eines detaillierten und vollständigen Lastenheftes, wie im klassischen Vorgehen, ist natürlich das Gegenteil eines agilen Modells und reduziert von Beginn an jegliche Flexibilität. Insofern ist ein Werkvertrag auch im agilen Umfeld zwar nicht ausgeschlossen, hat aber einen hohen Regelungsaufwand. Eine Beauftragung von Dienstleistern ohne klare Definition erwarteter Ergebnisse, d.h. als reine Dienstleistung nach Aufwand erhöht zwar die Flexibilität, aber im Gegenzug auch das Risiko des Verfehlens jeglicher Erwartungen des Bedarfsträgers.

Ein Lösungsweg für ein agiles Umfeld sollte die Vereinbarung als Dienstleistungsvertrag mit einer zwar in der Breite vollständigen, in der Tiefe jedoch nicht detaillierten Beschreibung der Anforderungen an die zu erbringende Leistung sowie mit definierten Abrufkontingenten an Aufwand sein. Ganz dem Sprint-Gedanken folgend können zum Ende der Vereinbarung jeweils Nutzenbewertungen erfolgen und über den Abruf des nächsten Kontingentes entschieden werden. Zusätzlich ließe sich ein minimal erwartetes Ergebnis klassisch definieren, ohne damit den Grundsatz der Agilität zu behindern. Nachteil der genannten Tranchen ist jedoch eine fehlende Planungssicherheit für den Dienstleister, da nach jeder Tranche „Schluss“ sein kann.

Zwischenposition hybrides Projektmanagement

In Anbetracht der Restriktionen der öffentlichen Verwaltung im Hinblick auf Entscheidungswege, Umgang mit Risiken und Haushaltsrecht sind ausschließlich agil durchgeführte Projekte durchaus selten. Ebenso sind einzubindende Dienstleister sehr unterschiedlich aufgestellt und selten alle durchgehend agil oder klassisch organisiert. Nichtsdestotrotz hat die Agilität Vorteile gegenüber klassischen Arbeitsmethoden: Die Prozesse werden kürzer, Risikofaktoren sind schneller sichtbar, und die Abstimmung zwischen Kunde und Dienstleister erhält eine größere Transparenz. Insbesondere Lieferanten von IT-Systemen setzen für ihre internen Entwicklungsprozesse zunehmend auf agile Methoden und binden bei Bedarf auch die Auftraggeber mit ein.

Der realistische Mittelweg in der Öffentlichen Verwaltung lautet „hybrides Projektmanagement“, also die Kombination zweier oder mehrerer Projektmanagement-Methodiken. Hybrides Projektmanagement kombiniert die klassische Rahmenplanung (Termine, Ressourcen, Meilensteine) mit agilen Vorgehensweisen, wie z.B. Scrum in der eigentlichen Projektarbeit. Dadurch kann auf der höheren Ebene passend zu den Verwaltungsstrukturen grob klassisch agiert werden – im operativen Geschäft ergänzen agile Arbeitsweisen das iterative Element.

Dies wirkt sich auch auf die Schnittstellen zwischen Dienstleister und Auftraggeber aus. Treffen klassische Steuerungsanforderungen (der Verwaltung) auf agile Vorgehensweisen beim Dienstleister, können mittels des zuvor genannten klassischen Überbaus gerade in der Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Dienstleister z.B. Meilensteine oder Statusmeetings eingeplant und trotzdem in geeignetem Umfang Vorteile agiler Arbeitsmethoden genutzt werden. Wichtig im hybriden Ansatz sind hierbei klare Rollendefinitionen im Kontext klassischer Projektleitung vs. Rollen wie Product Owner und Scrum Master sowie gemeinsame Regeln der Zusammenarbeit und Kommunikation.

Die Planung für die Umsetzung der Anforderungen oder im agilen Fall die Planung einzelner Iterationen sollte gemeinschaftlich zwischen Auftraggeber und Dienstleister erfolgen. Im agilen Vorgehen wird es keinen vollständigen Projektstrukturplan bzw. -ablaufplan geben, in dem alle Arbeitspakete zeitlich definiert sind. Benötigt der Auftraggeber eine phasenorientierte Sicht (z.B. Analyse, Umsetzung, Test/ Abnahme), kann im hybriden Ansatz jede Phase für sich agil und mit Iterationen ungesetzt werden und dabei der Übergang zwischen den Phasen mit klaren Entscheidungspunkten bestehen bleiben.

Zur Ermittlung des Fortschritts in der Umsetzung bestehender Anforderungen im Sinne eines Controllings ist anhand aussagefähiger Kennzahlen (z.B. zu Aufwand, Kosten, Qualität, Fertigstellungsgrad) zu überwachen, dass die Leistung des Auftragnehmers in der vereinbarten Qualität und zum vereinbarten Preis/Termin erfolgt. Bei agilem Vorgehen kann das Controlling durch den Auftraggeber jedoch nicht anhand von Arbeitspaketen erfolgen wie bei einem klassischen Vorgehen, sondern muss aus der Erreichung der Ziele der Iterationen abgleitet werden. Nach Abschluss einer Iteration werden jeweils die Qualität und die Menge der umgesetzten Funktionalität bewertet. Der Projektfortschritt ergibt sich demnach anhand der umgesetzten Eigenschaften aus dem Product Backlog und kann entsprechend über dieses gesteuert werden.

Abnahme von Leistungen und Inbetriebnahme

Wann sind Liefergegenstände fertig? Im klassischen Vorgehen ist die Frage recht einfach zu beantworten. Hier lassen sich auf Basis der initial definierten Anforderungen (Lastenheft) klare Akzeptanzkriterien in Bezug auf Art, Umfang und Qualität der zu liefernden Ergebnisse definieren, die wiederum in entsprechende Test- und Abnahmemaßnahmen münden. Im agilen Vorgehen ist die Frage de facto für jedes Inkrement und unter Betrachtungen eventueller vorhergehender Inkremente zu stellen, Test und Abnahme werden daher stufenweise fortgeschrieben. Wesentlich scheint, dass nicht jedes im agilen Vorgehen bereitgestellte Inkrement auch zwingend mit einer Veröffentlichung einhergeht. Stattdessen müssen ein geeignetes Release-Vorgehen und eine damit verbundene zeitliche Planung in der Abwägung von Stabilität vs. Flexibilität sehr individuell definiert werden, was das „Überspringen“ einzelner Zulieferungen explizit zulässt.

Praxistipp

Für die Einbindung und Steuerung von externen Dienstleistern hat sich in agilen wie auch in klassischen Betriebsumgebungen die Etablierung eines Partner-Managements bewährt. Dadurch wird es möglich, vor dem Hintergrund wechselnder Anforderungen, bestehende Kompetenz- und Ressourcenlücken auszugleichen, eine Fokussierung auf Kernkompetenzen herbeizuführen und an Innovationen sowie Best-Practices der Partner zu partizipieren. Im Falle von Zulieferungen spezifischer Komponenten oder Services seitens externer Dienstleister ist zusätzlich ein geeignetes Produktportfoliomanagement und zugehörige Abstimmungen mit Herstellern und Lieferanten zu empfehlen, um frühzeitig Entwicklungen auf Seiten der Zulieferer für Entwicklungen auf Seiten des Auftraggebers antizipieren zu können.

Die Wahl des Vorgehensmodells kann auch Auswirkungen auf die notwendige Mandatierung des Dienstleisters haben (was darf dieser dürfen?). Hierzu soll der folgende Artikel mehr Erkenntnisse liefern.

Die Artikelreihe im Überblick

Dienstleister in Digitalisierungsprojekten zielgerichtet steuern

Die Idee, sich für Digitalisierungsprojekte externe Unterstützung zu holen, sei es beratend oder liefernd, ist nicht neu. Die zielgerichtete Steuerung von Dienstleistern gewinnt auch in der öffentlichen Verwaltung immer mehr an Bedeutung. Eine größere Anzahl an Dienstleistern optimal zu steuern, gestaltet sich aber oftmals schwierig: Je mehr Berater und Lieferanten tätig sind, desto stärker nimmt die Steuerungsfähigkeit ab. Wie Sie hier positiv entgegenwirken, stellen wir Ihnen in dieser Artikelreihe vor.

Zur Artikelreihe

Teil 1: Dem weiten Feld Struktur geben – Der Dienstleister-Lebenszyklus

Um Stellschrauben oder „Regler“ für die Dienstleister-Steuerung und deren Ausprägung ableiten zu können, sollte die Beziehung zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer zunächst strukturiert werden. Aus zahlreichen Beratungsprojekten hat Cassini Consulting ein entsprechendes Phasenmodell entwickelt.

Mehr erfahren

Teil 2: Der Cassini-Ansatz zur effizienten und nachhaltigen Dienstleistersteuerung

In jeder Phase des Dienstleiser-Lebenszyklus gibt es Ausprägungsmerkmale oder sog. „Regler“ zur Steuerung von Dienstleistern (DL). Der Cassini Dienstleister-Steuerungs-Ansatz stellt dabei ein flexibles Modell für die sachgerechte Dienstleister-Steuerung und ein mögliches Kooperationsmodell zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer dar.

Mehr erfahren

Teil 3: Vertragstypen – Rahmen einer jeden Dienstleistung

Grundsätzlich lässt sich zwischen zwei Vertragstypen unterscheiden – der Vergütung zum Pauschalfestpreis, was auch als „Gewerk“ bezeichnet wird, sowie der Vergütung nach Aufwand, welche als „Zeit & Material“ häufig bei der Erbringung von Dienstleistungen eingesetzt wird.

Mehr erfahren

Teil 4: Bezugsstrategien – Geschäftsbeziehung auf Zeit vs. Kraft der Vielfalt

Je nach identifiziertem Bedarf, Risikoaffinität des Auftraggebers und Angebot am Markt kann eine Single-Vendor- oder eine Multi-Vendor-Strategie verfolgt werden.

Mehr erfahren

Teil 6: Mandatierung – Was darf ein Dienstleister dürfen?

Welchen Auftrag soll der Dienstleister im Interesse seines Auftraggebers ausführen? Welche Kompetenzen werden ihm innerhalb seines Wirkungsfeldes zugestanden? Diese Fragestellungen und die daraus resultierenden Gestaltungs- und Steuerungskompetenzen regelt die Mandatierung des Dienstleisters.

Mehr erfahren

Teil 7: Stabsfunktion oder Teil des Teams? – Integration des Dienstleisters

Die Integration eines Dienstleisters wird zum Beispiel von der Bereitstellung von Informationen an die Dienstleister, der Verankerung in Prozesse oder auch der gegenseitigen Feedbackkultur beeinflusst. Dieser Artikel stellt fünf Aspekte dar, wie Dienstleister zielführend integriert werden können.

Mehr erfahren

Teil 8: Einbettung des Lebenszyklus und der Regelgrößen – Ein Praxisbeispiel

Praxisbeispiel Dienstleistersteuerung im komplexen IT-Programm: Anwendung des Dienstleister-Lebenszyklus und des Steuerungsmodells.

Mehr erfahren
Seite teilen

Beratung Öffentlicher Sektor

Die Herausforderungen sind vielfältig und die Erwartungshaltung hoch: Die Handlungsfähigkeit von Organisationen im öffentlichen Sektor ist wichtiger denn je. Cassini unterstützt Klienten der öffentlichen Hand und deren Eigenbetriebe und Dienstleister von der Strategie bis zur Umsetzungsbegleitung – für einen zukunftsfähigen öffentlichen Sektor in Deutschland.

Mehr erfahren